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Vergangene Nacht habe ich mal wieder eine Nachschicht eingelegt, die mir durch das Buch „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche doch sehr verkürzt wurde.
Feuchtgebiete handelt von der 18-jährigen Helen, die sich gleich nach ihrem Geburtstag vernünftigerweise Sterilisieren ließ, um die in der Familie vererbte Nerveninstabilität nicht an ihre Kinder weiter zu geben, und nun mit einer Analfissur und Hämorrhoiden abermals einige Zeit im Krankenhaus verbringen muss.
Helen gibt Einblick in ihr Sexleben, intimste Körperteile und ihr doch sehr unreif, pubertäres und auch etwas krankes Hirn. Sie scheut sich nicht, ekligste und meisstens selbsterprobte Themen anzusprechen und breitzutreten, wie zum Beispiel ihre Körperhygiene und Verhalten auf öffentlichen Toiletten.
Dieses Buch hat mir einige, vergnügte Stunden beschert, in denen ich mich abwechselnd vor Lachen ausgeschüttet, nun endlich wissend genickt, oder voll ekel den Brechreiz unterdrückt habe. Dass ich das Buch im Krankenhaus gelesen habe, hat die gewonnenen Eindrücke äusserst passend untermalt.
Fazit ist: Dieses Buch ist empfehlenswert für diejenigen, welche endlich mal wieder eine kurzweilige und lustig-komische Lektüre lesen möchten, keine Angst vor neuen Erkenntnissen über den weiblichen Körper haben, sich nicht von Fäkalsprache abschrecken lassen und deren Ekelschwelle praktisch nicht vorhanden ist.
Mir hats gefallen!
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Wir können ekliger! – Die Antwort auf „Feuchtgebiete“
Trockenzonen – Wenn Männer aufhören sich zu waschen
von Charles Roch
Erscheint am 1. Februar 2009 bei Carlsen
Kommentar von Michael Petrikowski Januar 12, 2009 @ 11:33